Informationen unter 1, 2 oder 3 – Erfahrungsbericht vom DIPLOMA-Workshop im Europarat

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Vom DIPLOMA-Workshop im Europarat berichtet Francesco Capriglione


Straßburg – Plötzlich war es da: Ein Pilotprojekt der DIPLOMA Hochschule mit der Möglichkeit, den Europarat in Straßburg kennenzulernen und live vor Ort eine Radio-Sendung zu planen sowie anschließend zu moderieren.

Die Aufgabe an die Hochschüler war klar gestellt: Sie sollten eigenständig vor Ort geeignete Themen für die geplante Sendung herausfiltern.

Wochen vorher wurden Themen gesammelt, Pressemeldungen herum geschickt und von den Studierenden dann erwartet: weiter zu recherchieren, Interviews zu führen und einen selbstständigen Radio-Beitrag zu erstellen, welcher dann in die gesamte Radio-Sendung einfließen sollte.

Lust auf Journalismus und Politik kommt auf

„Ich erinnere mich, wie ich zu Beginn noch sehr zweifelte, als ich von der DIPLOMA die Einladung erhielt, an diesem Radio-Workshop in Straßburg teilzunehmen“ erinnert sich Larissa. Trotzdem war für sie und auch für 12 andere Studenten die Möglichkeit in Straßburg im Europarat journalistisch tätig zu sein schon sehr verlockend, auch wenn einige wenig oder gar keine journalistischen Vorkenntnisse besaßen.

Unter den Fernstudenten des Studiengangs Medienwirtschaft gab es auch Teilnehmer an diesem Radio-Workshop, die sogar endlich eine Chance sahen, einstige journalistische Ambitionen wieder aufzugreifen. Vor dem Seminarbeginn blieben dann also nur noch zwei bange Fragen: Werden die Studenten der Medienwirtschaft die Erwartungen erfüllen? Und auch den politischen Kontext so schnell aufarbeiten, dass sie einen brauchbaren Beitrag verfassen können? Doch vor Ort waren diese Zweifel schnell vergessen.

Bereits am ersten Tag in Straßburg waren sich die Hochschüler schnell einig: „Das hätte ich nicht missen wollen“, war unter den Teilnehmern immer wieder zu hören. Denn als sie gleich zu Beginn ihres Aufenthaltes im Europarat in einem imposanten Saal den erst 27-jährigen österreichischen Außenminister Sebastian Kurz reden hörten, hatte die meisten das Politik-Fieber bereits gepackt.

Das hatte einer der Seminarleiter – Udo Seiwert-Fauti, Europarat Korrespondent, der zusammen mit der Studiengangsleiterin Karla Sponar auf die journalistischen Aufgaben vorbereitete – schon am ersten Tag vorausgesagt. Er behielt Recht. Die Lust, sich durch die Themen zu beißen und am Ball zu bleiben, war letztlich stärker, als die Anspannung, die mit der Nähe zum Sendetermin wuchs.

Der Rede von Sebastian Kurz folgte ein Frage-Antwort-Duell, welches sich der junge österreichische Minister mit anderen Abgeordneten lieferte. Danach wurde die Gruppe der Studenten zum Pressesaal begleitet. Jeder bekam einen Arbeitsplatz für die Woche.

Nach einer Einführung in das journalistische Handwerk und etlichen Tipps zur Umsetzung der anvisierten Themen durfte die Gruppe nun selbständig arbeiten, ihre Recherchen starten und sich im imposanten Gebäudekomplex erst einmal zurechtfinden. Die Teilnehmer lernten wichtige Informationen zu finden, wieviel Zeit eine ordentliche Recherche beansprucht und wie wenig davon letztlich in die Sendung passt. Platzmangel ist nur einer der Gründe dafür. Ein anderer: dass nicht alle Informationen für Dritte bestimmt sind. Es galt darauf zu achten, was man „persönlich“ erfahren hat – also „unter drei“, wie es in der Journalistensprache heißt - und was hingegen davon berichtet werden darf: „unter eins“ mit Nennung von Inhalt und Informant, „unter zwei“ ohne Quelle.

Brach ein Interviewpartner weg, ermunterten die Seminarleiter dazu, nicht den Mut zu verlieren, sondern den Beitrag anders „zu drehen“ und neu zu konzipieren. Unermüdlich gaben sie  Anregungen. Im Gegenzug erwarteten sie Teamarbeit. „Es wuchs wirklich nach und nach eine Gruppe lernbegieriger Jung-Journalisten zusammen, die sich gegenseitig unter die Arme griff und geholfen hat, wo es nur ging“, empfand Nils im Nachhinein. Bestimmte aufwendigere Themen wurden in der Gruppe geleistet, in der jeder Student ein bestimmtes Aufgabenfeld bearbeitete, um am Ende einen in sich geschlossenen Medienbeitrag zu erstellen.

Zum Entspannen wenig Zeit


„Teilweise waren wir von acht Uhr morgens bis halb acht abends zugange – aber wir verstanden uns so gut, dass wir auch noch danach gemeinsam loszogen,
Straßburg bei Nacht kennenzulernen, im Hotel noch eine Runde Tisch-Tennis oder Billiard spielten“, erinnert sich Robert. Im Europarat fingen einige Studenten an, persönliche Kontakte zu Abgeordneten zu knüpfen und immer mehr Spaß an der Arbeit zu entwickeln.

Als die gesamte Gruppe am dritten Tag dann zum Rathaus-Empfang eingeladen wurde, bei dem auch der Generalsekretär des Europarates zu Gast war, stand für die meisten fest: „Diese Erfahrung ist etwas Einzigartiges und etwas, an das man sich noch in zehn Jahren erinnert,“ beschreibt Marco seinen Eindruck.

Auch für einige andere war es eine der aufregendsten Wochen des Lebens. „Man hat nicht nur einen tiefen Einblick in die Arbeit eines Journalisten erhalten, sondern auch ein Gefühl für die Arbeit von Abgeordneten bekommen“, erzählt Larissa. Sie habe gelernt, „wie viel Energie notwendig ist, um eine journalistisch einwandfreie Arbeit zu liefern – selbst in einem kurzen Beitrag.“

Es sei im Rückblick, darüber lassen die Fernstudenten aus ganz Deutschland keinen Zweifel, viel Arbeit, gewesen, mit vielen Hindernissen, aber auch mit viel Spaß. Deshalb würden sie dieses Pilotprojekt jedem Studenten weiterempfehlen.


Bericht: Francesco Capriglione, DIPLOMA-Studienzentrum München

http://www.diploma-aus-dem-europarat.de/

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