Diplomarbeit über Sibratsgfäll von Monika Kerber

Alleinstellungsmerkmale wichtig für Sibratsgfäll!

Diplomarbeit der DIPLOMA - FH Nordhessen in Friedrichshafen über die Tourismuszukunft.

Über die kleine Vorarlberger Gemeinde Sibratsgfäll gibt es nun erstmals eine wissenschaftliche Diplomarbeit zu touristischen Zukunftsprojekten. Die Gemeinde nutzte die Chance einer Kooperation mit der DIPLOMA - FH Nordhessen. Die Diplomarbeit konzentriert sich auf Alleinstellungsmerkmale des Ortes. Solche Alleinstellungsmerkmale sind im hart umkämpften Tourismus heute wichtiger denn je. Die Gemeinde will sehr schnell von den Ergebnissen der Diplomarbeit profitieren.

Die DIPLOMA - FH Nordhessen hat auch am Bodensee ein Studienzentrum. Dort sucht man immer wieder praxisnahe Themen für Diplom-Studenten. Sibratsgfälls Bürgermeister Reinhold Walser hat sofort reagiert. „Unsere Gemeinde kann von einer solchen wissenschaftlichen Arbeit nur profitieren. Es ist immer besser, wenn Erkenntnisse von Außen einfließen. Wer nur im eigenen Saft schmort, erkennt oft die wahren Schätze nicht". Tourismuschef Konrad Stadelmann fügt hinzu: „Wenn alles dann noch wissenschaftlich untermauert ist und zudem die Gemeinde nichts kostet, ist das ja nur positiv für Sibratsgfäll."

Schwerpunkt der mit dem Prädikat 1.7 hervorragend benoteten Diplomarbeit von Monika Kerber ist das Finden oder Schaffen von Alleinstellungsmerkmalen. „Tourismusorte, in denen es fast so schön und ruhig ist wie in Sibratsgfäll, gibt es viele auf der Welt. Der Urlauber heute will dazu noch was extra drauf" ist die frisch gekürte Diplom-Wirtschaftsjuristin (FH) überzeigt. „Und Sibratsgfäll hat mit seinem ursprünglich urigen Moorbad, dem ja seit Jahrhunderten besondere Kräfte nachgesagt werden, wirklich ein bisher nicht genutztes Alleinstellungsmerkmal. „Wenn sich diese mystische Wirkung des Moors rumspricht und das ganze richtig aufbereitet wird, aber die Ursprünglichkeit erhalten bleibt, hat Sibratsgfäll sogar das Zeug, zum Pilgerort für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch zu werden".
Auch das seit dem Erdrutschunglück vor über zehn Jahren nicht mehr genutzte „schiefe Haus" ist in der Diplomarbeit als Alleinstellungsmerkmal genannt. Dort finden - angeregt durch die Arbeit der Studentin - bereits versuchsweise Quantenmethode-Seminare für Menschen, denen der Boden unter den Füßen weggerutscht ist, statt.

Die Arbeit der Friedrichshafenerin beinhaltet spannende, sehr konkrete Bau- und Einrichtungsvorschläge von zwei jungen Architekten für dieses durch den unheimlichen Erdrutsch entstandene einmalige Gebäude. „Wenn keine weiteren Alleinstellungsmerkmale mehr vorhanden sind, müssen eben welche geschaffen werden", sagen Kerber und ihr betreuender Dozent Wilfried Gehr. So wurde in Sibratsgfäll die Anregung für ein in Vorarlberg bisher nie da gewesenes Open-Air Konzert speziell für die Urlauberzielgruppe des Ortes aufgegriffen. Am 26. August spielt auf einer Naturbühne mitten im Ort vor der einmaligen Gottesacker-Kulisse die erfolgreichste Volksmusikgruppe aller Zeiten, die Kastelruther Spatzen.

Und weil die Oldtimer-Traktorszene in Sibratsgfäll ihren größten Verein Europas beheimatet, soll hier vielleicht in ein paar Jahren ein Traktorpark entstehen. Hier können dann die Urlauber auf einem richtigen Oldtimer-Traktor fahren und das mieten, was es bisher nirgends zu mieten gibt: einen Oldtimerschlepper.

Konrad Stadelmann ist überzeugt, dass ein Teil der in der Diplomarbeit aufgezeigten Maßnahmen in Sibratsgfäll umgesetzt werden kann. Dies, zumal er das Gefühl hat, dass seit der wissenschaftlichen Arbeit von externer Seite „der ganze Ort hinter neuen touristischen Maßnahmen steht und jeder weiß, dass man auch im Tourismus in einer kleinen Gemeinde immer für neue Projekte offen sein muss.

Der Leiter des Prüfungsamtes und Vizepräsident der DIPLOMA - FH Nordhessen, Diplom-Ökonom Uwe Völkening (Bad Sooden-Allendorf), und Kanzler und Studienzentrumsleiter in Friedrichshafen, Prof. Dr. Andreas Blindow, sind froh, dass die Kooperation zwischen der DIPLOMA und dem kleinen österreichischen Tourismusort entstanden ist. Beide sind überzeugt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse dem Tourismusort helfen werden und so die Übernachtungszahlen ansteigen.

Persönliche Studienberatung

07.02.2012: Berlin
08.02.2012: Cottbus
10.02.2012: Friedrichshafen, Berlin
11.02.2012: München

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