Finanzierungsmöglichkeiten

Zur Finanzierung einer Ausbildung oder eines Studiums stehen unterschiedlichste Finanzierungsmöglichkeiten und -kombinationen zur Verfügung. Bei Anliegen, Fragen etc. wenden Sie sich bitte an unsere Schulstandorte bzw. Studienzentren. (Alle Angaben ohne Gewähr!)

 

1. Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

a) Schüler-BAfÖG

BAföG für die Erstausbildung (z. B. Ergotherapie, Grafik, Logopädie, Massage, Mode, Physiotherapie, Technische Assistenten etc.)

BAföG für die Fortbildung Für Fortbildungen an Fachschulen besteht ein Rechtsanspruch auf Zuschuss nach BAföG oder nach AFBG, wenn keine Förderung durch die Agentur für Arbeit erfolgt. Ein Anspruch auf Schüler-BAföG besteht bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres (inkl. Wehr- oder Zivildienst).

b) Studenten-BAföG

Wenn Sie Ihr Studium parallel zur Ausbildung absolvieren, überprüfen Sie zuerst, ob Sie Schüler-BAföG erhalten, da Sie den Förderungsbeitrag in diesem Fall nicht zurückzahlen müssen. Studierende erhalten in der Regel die Förderung zur einen Hälfte als Zuschuss zur anderen Hälfte als unverzinsliches Staatsdarlehen, welches nach Beendigung des Studiums in der Regel wieder zurückgezahlt werden muss.

 

2. Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) ("Meister-BAföG")

Ziel der individuellen Förderung ist es, die Teilnehmern/innen an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung zu den Maßnahmekosten und zum Lebensunterhalt finanziell zu unterstützen. Leistungen zum Lebensunterhalt werden gewahrt, soweit die dafür erforderlichen Mittel anderweitig nicht zur Verfügung stehen (s. §1 AFBG). Teilnehmer/innen an Aufstiegsfortbildungen in Vollzeitform können eine Förderung bis zur Dauer von 24 Monaten erhalten. Die Finanzierungshöhe richtet sich nach den tatsächlich anfallenden Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (Maßnahmekosten), aber höchstens 10.226,- €. Die Förderung des Schulgelds ist einkommens- und vermögensunabhängig und es gibt hier keine Altersbegrenzung. Bei Maßnahmen in Vollzeitform wird zusätzlich ein monatlicher Beitrag zur Deckung des Unterhaltsbedarfs gewährt.

 

3. Bildungskredit des Bundes (KfW)

Zur Unterstützung von Schülern/innen sowie Studenten/innen in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen wird im Rahmen des Bildungskreditprogramms seit dem 01.04.2001 ein zeitlich befristeter, zinsgünstiger Kredit zur Ausbildungsfinanzierung angeboten. Er steht neben oder zusätzlich zu Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zur Verfügung.

Einige Banken verzichten auf eigene Angebote, treten aber als Vermittler des KfW-Studienkredites auf. Dazu kommen noch weitere Organisationen, die keine Banken sind, aber den KfW-Studienkredit vermitteln können. Z. B.: Citibank, Commerzbank, HypoVereinsbank (HVB), MLP, SEB, Sparkassen (machen teilweise aber auch eigene Angebote), Studentenwerke (vereinzelt), Volks- und Raiffeisenbanken (in Bayern machen sehr wenige eigene Angebote).

 

4. Studienkredite, Studiendarlehen, Bildungsfonds

Oft reicht die Förderung durch das BAföG nicht aus oder kann wegen der zu hohen Einkommensverhältnisse der Eltern nicht beantragt werden. Studienkredite und Studiendarlehen werden synonym verwendet und stehen für ein Darlehen, dass den Lebensunterhalt während des Studiums und/oder evtl. weitere Kosten (z. B. Studiengebühren) finanzieren soll. Die Besonderheit im Vergleich zu einem normalen Kredit ist, dass nicht auf einen Schlag eine große Summe vergeben wird, sondern monatliche Zahlungen gewährt werden. Von Bildungsfonds wird gesprochen, wenn die Finanzierung des Ausfallrisikos von Geldgebern über einen Fonds getragen wird

 

5. Darlehen von Banken und Versicherungen

Darlehen gehen in der Regel mit hohen Zinsen und zusätzlichen Banksicherheiten einher. Neben diesen gewöhnlichen Darlehen gibt es weitere, kostengünstigere Möglichkeiten: Das Hypothekendarlehen und das Policendarlehen.

 

6. Europäischer Sozialfonds (ESF)

Durch den Europäischen Sozialfonds können Personen mit Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt überall in der Union Unterstützung erhalten. Das Ziel der Maßnahme richtet sich im Wesentlichen an arbeitslose Jugendliche, Langzeitarbeitslose, ausgegrenzte Personen und gering qualifizierte Arbeit-nehmer/innen.

 

7. Förderung nach Sozialgesetzbuch (SGB) III (Agentur für Arbeit)

Seit dem 01.01.1998 (geändert zum 01.03.2003) ist das Sozialgesetzbuch III in Kraft und bildet damit die Grundlage zur Förderung der beruflichen Weiterbildung. Diese Förderung kann zur beruflichen Eingliederung oder bei drohender Arbeitslosigkeit erforderlich sein. Zur Teilnahme an einer durch den Staat geförderten Bildungsmaßnahme benötigen Sie seit dem 01.03.2003 einen Bildungsgutschein (BGS). Dieser Bildungsgutschein dient dabei als Zusage der Agentur für Arbeit über die Kostenübernahme einer Teilnahme an einer längeren Weiterbildung, gem. § 77 SGB III.


Hinweis: Bildungsgutscheine können zur Zeit ausschließlich am Schulstandort Leipzig eingereicht werden.

 

8. Berufsförderungsdienst (BFD) der Bundeswehr

Zeitsoldat/innen können nach dem Soldatenversorgungsgesetz durch den Berufsförderungsdienst (BFD) der Bundeswehr gefordert werden. Der Bund übernimmt in diesem Fall die Kosten für Lehrgangskosten, Lernmittel und Prüfungsgebühren sowie den Finanzhilfeanteil des Landes.

 

9. Förderung durch Deutsche Rentenversicherung (DRV), Unfallkassen (UK) und Berufsgenossenschaften (BG)

Deutsche Rentenversicherung Bund

Unfallkassen

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und andere Leistungen zur Erhaltung, Besserung und Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit sowie zur Erleichterung der Verletzungsfolgen einschließlich wirtschaftlicher Hilfen.

Berufsgenossenschaften

Soweit eine Umschulung im Rahmen einer beruflichen Rehabilitation erfolgen soll, erteilen die zuständigen Versicherungsträger (Berufsgenossenschaften, Deutsche Rentenversicherung etc.) Auskunft über die Förderungsmöglichkeiten.

 

10. Begabtenförderung (Stipendien)

a) Ausbildung

Die Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung (SBB), www.begabtenfoerderung.de, führt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung das Begabtenförderungsprogramm der Bundesregierung durch. Das Programm richtet sich an junge Berufsabsolventen/innen (Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder in einem bundesgesetzlich geregelten Fachberuf im Gesundheitswesen), die eine besondere Begabung erkennen lassen.


b) Studium

Deutschlandstipendium für ein Bachelorstudium an der DIPLOMA Hochschule

Die DIPLOMA Hochschule - Private Fachhochschule Nordhessen beteiligt sich mit dem Deutschlandstipendium an der Förderung von Bachelorstudierenden. Gefördert werden Studierende mit monatlich 300,- Euro für mindestens zwei Semester und höchstens bis zum Ende der Regelstudienzeit.

 

Die Deutsch-Amerikanische Fulbright-Kommission fördert Studienaufenthalte im Rahmen von Jahresstipendien, die auf die Vertiefung des fachlichen Studiums an amerikanischen Hochschulen in den USA auf dem Niveau der Graduate Studies zielen.

 

Die staatlich finanzierte Begabtenförderung im Hochschulbereich umfasst zwölf "große" staatlich geförderte Begabtenförderungswerke, die einer Arbeitsgemeinschaft der Begabtenförderungswerke organisiert sind.

  • Cusanuswerk e. V. - Bischöfliche Studienförderung
  • Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e.V.
  • Evangelisches Studienwerk e. V.
  • Friedrich-Ebert-Stiftung e. V.
  • Friedrich-Naumann-Stiftung e. V.
  • Hanns-Seidel-Stiftung e. V.
  • Hans-Böckler-Stiftung e. V.
  • Heinrich-Böll-Stiftung e. V.
  • Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.
  • Rosa Luxemburg Stiftung e. V.
  • Stiftung der Deutschen Wirtschaft e. V.
  • Studienstiftung des deutschen Volkes e. V.

 

Nachfolgend haben wir Ihnen zudem ein paar interessante Webseiten zum Thema "Stipendium" zusammengestellt:

 

11. Publikation der Stiftung Warentest

Für alle diejenigen, die bereits eine Ausbildung durchlaufen (haben), stellt das Studium eine Weiterbildung dar. Die Stiftung Warentest erläutert im Test „Weiterbildung finanzieren“ wesentliche Möglichkeiten der Finanzierung einer Weiterbildung, wie etwa:

  • Prämiengutscheine – was ist das und wer kann damit gefördert werden?
  • Für was kann man das Weiterbildungssparen in Anspruch nehmen?
  • Wie wird man im Meister-BAföG unterstützt?
  • Welche Konditionen muss man bei einem Aufstiegsstipendium erfüllen?
  • Welche Formen des Weiterbildungsstipendiums gibt es?
  • Was heißt eigentlich WeGebAU oder Aqua und für wen ist das relevant?
  • Wer kann Bildungsgutscheine einlösen und wo erhalte ich diese?

Im abschließenden Teil des Tests werden landesspezifische Förderprogramme genannt und erläutert. Bitte beachten Sie, dass üblicherweise für die Förderungen relevant ist, wo Sie Ihren Erstwohnsitz haben bzw. in welchem Bundesland Ihr Unternehmen sitzt.

 

12. Kindergeld

Das Kindergeld ist eine staatliche Leistung, die dazu beitragen soll, den Lebens-unterhalt von Kindern zu sichern. Für Kinder über 18 Jahre gibt es nur dann Kindergeld, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Insbesondere kann für Kinder, die sich in Ausbildung befinden, weiterhin Kindergeld bezogen werden.

 

13. Stichwort: Steuern

Aufwendungen, die im Zusammenhang mit einem berufsbegleitenden Studium nachgewiesen werden können, können derzeit (2013) jährlich bis zu einer bestimmten Höhe als Werbungskosten in der Lohnsteuererklärung geltend gemacht werden. Auf Wunsch erhalten Studierende der DIPLOMA Hochschule hierzu eine Bescheinigung der jeweils gezahlten Studiengebühren.

 

14. Angebot der Bernd-Blindow-Gruppe

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit einer günstigen Ausbildungs- und Studienfinanzierung bis zu 72 bzw. 84 Monaten! Bitte erfragen Sie die Höhe des Schulgeldes bzw. die Höhe der monatlichen Finanzierungsraten bei der Schule bzw. dem Studienzentrum Ihrer Wahl.